Dienstag, 20 Februar 2018

A+ R A-


Auf den Punkt gebracht...

 

diesmal von
Jochen Kümmerle

 

Mitglieder der Gemeinde berichten ...

persönliches ....

hier gehts weiter...

Tageslosung

Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige HERR.
Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?

Auf den Punkt gebracht!

Monatsspruch April:
Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“
Johannes 20,21
Es war eine Nacht der verzagten Herzen und verschlossenen Türen. Die Freunde von Jesus saßen zusammen und waren von Furcht gelähmt. Obwohl sie die Nachricht vom leeren Grab und dem auferstandenen Jesus schon gehört hatten, konnten sie es nicht fassen. Die Angst hatte sie immer noch im Griff.
So ähnlich kann es auch uns ergehen: Wir lesen in der Bibel von den großen Taten Gottes. Aber in unserem Alltag ist nichts zu sehen von Gottes Macht und wir fühlen uns kraftlos und mutlos. Angesichts der Herausforderungen, die auf uns einstürmen würden wir am Liebsten auch die Türen verschließen und uns in unser Schneckenhaus verkriechen.
Doch Jesus lässt seine Jünger und auch uns heute nicht allein. Er kommt in unsere Verzagtheit und Enge und stärkt unseren Glauben mit seinem Friedensgruß.
Welche Auswirkung der Friede Jesu auf unser Leben haben kann, zeigt uns der Zusammenhang in dem der Monatsspruch in Johannes 20,19-22 steht.
 
1. Von der Furcht zur Freude
Die Türen waren noch verschlossen. Aber für Jesus war das kein Hindernis zu seinen Freunden durchzudringen. Plötzlich, ganz unerwartet, stand er leibhaftig in ihrer Mitte – zum Anfassen nahe! Kein Wort des Vorwurfs über ihr treuloses Verhalten kam über seine Lippen. Keine versteckten Anklagen, sondern der Friedensgruß! Die Reaktion der Jünger überrascht nicht: „Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen“ (V.20). In der Sprache des Neuen Testaments hat das Wort Freude den gleichen Wortstamm wie das Wort Gnade. Diese Freude, von der hier die Rede ist, entsteht dann, wenn ein Mensch sich von Gott bedingungslos geliebt weiß. Wenn er darauf vertraut, dass sein Versagen nicht mehr anklagend vor ihm steht, weil Gott alles vergeben hat. Nicht die Anklage, sondern der Zuspruch der Vergebung begegnet den Jüngern in ihrer angstvollen Lage: „Friede sei mit euch!“ Darüber freuten sich die Jünger. Diese Freude der Vergebung will Jesus auch uns heute schenken.
 
2. Aus der Enge in die Weite
Wer sich selbst anklagt, wer sich für einen Versager hält, dem schwindet der Lebensmut. „Was ist mit mir noch anzufangen? Ich habe es wieder einmal verbockt!“ Solche und ähnliche Selbstanklagen können einen
Menschen in die Enge treiben. Das eigene Versagen war sicherlich mit Grund dafür,dass die Jünger sich zurückzogen und sich hinter verschlossenen Türen versteckten. Ein zweites Mal sagt Jesus zu ihnen: „Friede euch!“ (Vers 21). Und dieses Mal verbindet er damit einen neuen Auftrag an seine Jünger: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch!“
Damit öffnet Jesus die verschlossenen Türen, er öffnet ihren begrenzten Horizont und schickt sie hinaus aus den eigenen Mauern – hinaus ins Weite. Hinaus als Evangelisten. Dieser eher altmodisch anmutende Begriff gewinnt heute in der Technologiebranche neue Aktualität. So hat Apple vor einigen Jahren den ersten „Evangelisten“ als Mitarbeiter eingestellt. Als „Technik-Evangelist“ oder „Technik-Missionar“ werden in dieser Branche Mitarbeiter bezeichnet, die von ihrer Technologie so begeistert sind, dass sie andere begeistern können. Jesus will aus uns Menschen machen, die von ihm so begeistert sind, dass sie seine
Liebe in Wort und Tat zu den Menschen bringen – hinaus ins Weite! Wem Jesus Frieden geschenkt hat, der kann im wahrsten Sinn des Wortes Evangelist sein.
 
3. Vom Selbstvertrauen zum Gottvertrauen
Das Thema Selbstvertrauen spielt in den Passionsberichten des Neuen Testaments keine unbedeutende Rolle. Alle Jünger, voran Petrus, gingen mit einer großen Portion Selbstvertrauen auf die von Jesus angekündigte Leidenszeit zu. „Wir halten zu dir! Wir lassen dich niemals im Stich! Wir sind bereit, unser Leben für dich hinzugeben,“ so und ähnlich lauteten ihre ehrlich gemeinten Versprechen. Als es darauf ankam ihren Glaubensmut unter Beweis zu stellen, haben sie sich alle aus dem Staub gemacht. Petrus hat seinen Herrn sogar dreimal verleugnet. Nun stehen sie vor dem Scherbenhaufen ihres zerbrochenen Selbstvertrauens. Wieder ist es Jesus, der die Initiative ergreift. Jesus schenkt ihnen eine ganz neue Qualität von Vertrauen. Ein Vertrauen, das sich nicht an den eigenen Erfahrungen festmacht. Ein Vertrauen, das durch Gottes Geist ins Leben kommt. Jesus haucht seine Jünger an und spricht ihnen zu: „Empfangt den Heiligen Geist!“ (Vers 23). Dieser Geist ist kein „Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2.Tim 1,7).
Der Heilige Geist hilft uns unser Vertrauen auf Gott zu setzen und nicht bei unserem Scheitern stehen zu bleiben. Der Friedensgruß Jesu ist nicht nur ein schöner Wunsch. Wenn wir dem Zuspruch Jesu vertrauen, werden wir seine Gegenwart auch in unserem Leben erfahren. Verlassen wir uns wieder darauf!

Mit herzlichen Grüßen,
jochen kuemmerle
Jochen Kümmerle
Zitat des Monats

Hier finden Sie uns...