Donnerstag, 15 November 2018
A+ R A-


Auf den Punkt gebracht...

 

diesmal von
Jochen Kümmerle

 

Mitglieder der Gemeinde berichten ...

persönliches ....

hier gehts weiter...

Tageslosung

Der HERR ist seines Volkes Stärke.
Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

Auf den Punkt gebracht!

„Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“ Mt. 2,10
 
Was sind das für Leute, die damals den Stern gesehen haben?
Manche Bibelübersetzungen sprechen von Weisen. Daraus hat sich die Vorstellung von den „heiligen drei Königen entwickelt“. Genau gesagt waren es waren es Sterndeuter. Sie wussten wie man das Erscheinen und die Stellung von Sternen deutet. Derartige Aktivitäten waren im Alten Testament dem Volk Gottes strikt verboten. Die Juden hatten von ihrem Gott die Thora als Wegweisung für ihr Leben bekommen. Sie standen nicht  unter der Herrschaft der Gestirne, sondern unter den guten Weisungen ihres Gottes. Darauf sollten sie sich verlassen und nicht auf Wahrsager und Zeichendeuter hören.
Die Bibel sagt uns nicht genau, aus welchem Land die Sterndeuter kamen. Sie waren auf jeden Fall Heiden, die nicht zum Volk Gottes gehörten. Als sie nach Jerusalem kamen, fielen sie sofort auf. Noch überraschender war ihr Anliegen: sie waren gekommen, um den neugeborenen König der Juden anzubeten. Als das der König Herodes hörte, erschrak er zutiefst und mit ihm die ganze Stadt.
Ausgerechnet diese Heiden, die den Gott Israels nicht kannten und aus der Sicht der Frommen ganz weit weg von Gott waren, benutzte Gott um sein Volk auf das Kommen des Retters aufmerksam zu machen. Merkwürdig! Aber so überraschend sind Gottes Wege oft. Sie sprengen unsere Vorstellungen. Sie hinterfragen uns in unserem Denken. Beim Lesen dieses Berichtes von den Sterndeutern und der Reaktion in Jerusalem habe ich mich gefragt: Geht es mir manchmal auch so? Aus meiner Sicht gibt es Menschen, von denen ich vielleicht denke: die sind so gleichgültig gegenüber Gott, dass sie niemals einen Zugang zum Glauben bekommen werden. Und wenn ich weiter darüber nachdenke merke ich: dieses Denken beeinflusst meine Einstellung zu diesen Menschen. Es macht mich hart und gleichgültig. Und es lässt mit klein denken von Gott und seinen Möglichkeiten.
Jesus hat einmal gesagt: „So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.“ (Lk 15,7).
Die Sterndeuter haben beim Anblick des Sterns etwas von dieser himmlischen Freude erlebt! Sie haben den Retter gefunden – auf Wegen, die sich keiner von uns hätte ausdenken können. Gottes Wege sind eben größer als unsere Gedanken und Vorstellungen. Ich möchte von dieser Geschichte lernen, keinen Menschen aufzugeben. Wenn Gott damals die heidnischen Sterndeuter zu Anbetern des Retters der Welt gemacht hat, dann kann er heute ähnliches vollbringen. Ich wünsche mir und uns, dass wir Gott dabei nicht durch unsere Gleichgültigkeit im Weg stehen, sondern vielmehr für Menschen beten, glauben und hoffen, weil Gott einen Zugang zu jedem Menschenherzen hat.
Wo Menschen Jesus finden, da kommt Freude auf! Es wäre doch schön, wenn unsere kommenden Festtage gerade von dieser Freude erfüllt wären.
Herzliche Grüße, Jochen Kümmerle

jochen kuemmerle
Mit herzlichen Grüßen, Jochen Kümmerle
Zitat des Monats
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok